Jahresbericht 2016/2017

Nichts ist beständiger als der Wandel

Dieses Motto gilt auch für die Institution Schule oder gerade für die Schule, da das Leben sich weigert still zu stehen. Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben. Schule ist die wichtigste Bildungsinstitution und dank der Schulpflicht durchlaufen sie alle Kinder. Die Kinder sind es auch, die die Zukunft in unserem Land bestimmen werden und den zentralen Wert unserer Gesellschaft, die Demokratie, stützen und schützen sollen. Die Schule ist weit mehr als eine Institution, die „Wissen“ vermittelt. Sie begleitet junge Menschen bei der Persönlichkeitsentwicklung und bietet ihnen die Möglichkeit, im geschützten Rahmen als Mensch zu reifen. Den Lehrkräften kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Sie sind neben dem Elternhaus und der Peergroup (Freundeskreis) diejenigen, die Orientierung und Reibungsfläche bieten. Dies ist oft anstrengend und viele Schülerinnen und Schüler werden erst lange nach ihrer Schulzeit erkennen, wie wichtig manche Lehrkräfte für ihre Entwicklung waren. An dieser Stelle gilt daher mein erster Dank dem Kollegium des Heinrich Schliemann Gymnasiums, das sich jeden Tag aufs Neue dieser kräftezehrenden Herausforderung stellt.

Weiter gilt mein Dank den Mitgliedern des Elternbeirats, die - zum Teil nach 10-jähriger Amtszeit - den Elternbeirat verlassen haben, und meinem Vorgänger, Herrn Dr. Tobias Wagner - er bleibt der Schule auch weiterhin als Mitglied des Elternbeirats und als im Stadtrat zuständiger Schulpfleger erhalten.

Die erste Aufgabe des turnusmäßig neu gewählten Elternbeirats bestand darin, ein Meinungsbild über die Frage Renovierung am Standort oder Neubau an der Wolfsgruber Mühle einzuholen. Eine Verlagerung der Schule an einen Standort außerhalb der Innenstadt stand zum Glück nicht mehr zur Diskussion, was unter anderem dem Einsatz von Herrn Dr. Wagner zu verdanken ist.

Der Elternbeirat organisierte aufgrund eines einstimmigen Beschlusses eine Informationsveranstaltung für Eltern, fasste zur Entscheidungshilfe die eingebrachten Argumente in einem Protokoll zusammen und organisierte über E-Mail ein Abstimmungsverfahren. Da Ergebnis ist bekannt. Was die Zukunft bringt, bleibt abzuwarten.

Die Schule als ganzheitlichen Lernort zu gestalten, ist ein Anliegen des Elternbeirats. In diesem Sinne wurde erneut ein Informationsabend für Eltern zum Thema Datenschutz veranstaltet sowie ein Vortrag zum Thema „Mit Computerspielen lernen“ angeboten und ein e-Sport-Turnier der Schüler unterstützt. Die Veranstaltungen des Elternbeirats ergänzten das vielfältige Angebot der Schule, die unter anderem den ersten Schüler-Poetry-Slam in Fürth, Schultheateraufführungen, Tanz- und Musikabende veranstaltete. Im Namen des Elternbeirats möchte ich mich ganz herzlich bei den verantwortlichen Lehrkräften bedanken, durch deren Engagement solche Veranstaltungen ermöglicht wurden. Der Elternbeirat bietet auch für die Zukunft gerne Unterstützung an.

Die größte organisatorische Herausforderung stellte die Durchführung der FÜBIT (Fürther Berufsbildungstag) im Oktober 2016 dar. Die FÜBIT wurde, unter der Leitung von Ralf Güllich, in diesem Jahr wieder vom Elternbeirat des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums ausgerichtet. Fast 50 Berufsinsider aus 20 Branchen stellten ihre Berufe vor. Nicht nur die Organisation funktionierte reibungslos, sondern auch der große Besucherantrag entschädigte für die viele Arbeit. Auch hier nochmal herzlichen Dank an die vielen helfenden Hände aus der Schulfamilie.

Eine große Unterstützung für die Schule ist nach wie vor die große Spendenbereitschaft der Eltern: In diesem Jahr konnten wieder über 12.000 Euro als Spenden verbucht werden. Der größte Anteil der eingegangenen Spenden wurde zur Anschaffung von Smartboards verwendet. Nun sind fast alle Klassenzimmer damit ausgestattet und im Zeitalter des digitalen Lernens ist ein weiterer Schritt zur Modernisierung der Schule erfolgt.

Die Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern- und Lehrerschaft ist schon seit langem ein Anliegen des Elternbeirats. Auch hier sind durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten eröffnet worden. Zum einen wurde durch die elektronische Verwaltung der Noten die Einführung von zwei Notenmitteilungen anstelle eines Halbjahreszeugnisses möglich. Zum anderen wird es durch die Einführung des Elternportals jetzt möglich, per E-Mail mit den einzelnen Lehrkräften in Kontakt zu treten. Ein großer Fortschritt in der Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Eltern, wie ich meine. Ich möchte an dieser Stelle eindringlich dafür werben, der Schule die notwendigen Einwilligungen zu erteilen, um das Portal möglichst für alle nutzbar zu machen.

Ein persönlicher Höhepunkt in meinem ersten Amtsjahr war für mich die Verleihung der Schliemann-Eule im Rahmen des Weihnachtskonzerts in der Stadthalle. Die Schliemann-Eule ist ein Preis des Elternbeirats, der Personen oder Gruppen ehren möchte, die sich jenseits von schulischen oder dienstlichen Leistungen um die Schule verdient gemacht haben. Diese Definition ermöglicht es, sehr unterschiedliche Personen oder Gruppen auszuzeichnen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Technikgruppe der Schule: Die fünf ausgezeichneten Jungs stehen exemplarisch für ein Engagement für die Schule, das jenseits von Belohnung durch gute Noten oder Geld motiviert ist: Einzig und allein die Identifikation mit der Schule und die Freude am Umgang mit Technik treibt sie an - ganz im Sinne der Preisstifter. Die Skulptur wurde erneut von der Firma Tabrizi Kunststoffverarbeitung gestiftet. Herr Tabrizi ist dabei nicht nur der Stifter, sondern auch der gestaltende Künstler. Jedes Jahr entwirft er aus einer Kombination von Sandstein und Plexiglas eine neue Skulptur. Herzlichen Dank für dieses Engagement, Herr Tabrizi. Übrigens: Jeder aus der Schulfamilie ist berechtigt, Preisträger vorzuschlagen. Liebe Eltern, ich mochte Sie ausdrücklich ermuntern, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Nicht ist beständiger als der Wandel. Wer hätte vor einigen Jahren noch gedacht, dass das G9 wiederkommen würde. Nach langen Diskussionen und verschiedenen Reformansätzen sind die neuen Fünftklässler im Schuljahr 2017/2018 wieder Schülerinnen und Schüler eines 9-stufigen Gymnasiums. Ich weiß, dass sich viele Eltern die Rückkehr zum G9 gewünscht haben. Die Schule steht nun vor einer großen organisatorischen Herausforderung, vor allem da es die nächsten sieben Jahre noch ein Nebeneinander von G8 und G9 geben wird. Sicherlich wird auch darauf zu achten sein, dass alle Schülerinnen und Schüler, die noch das Abitur nach acht Jahren ablegen, in ihrer Sondersituation gut unterstützt werden. Der Elternbeirat bietet hierfür der Schulleitung seine Unterstützung an.

Der Elternbeirat versteht sich als ein Teil der Schulfamilie und auch als Bindeglied zwischen Schulleitung und Elternschaft. Diese Aufgabe hat er aus meiner Sicht sehr gut erfüllt und ich bedanke mich für das große Engagement meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung war von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt. Dabei möchte ich in meinen Dank neben dem Schulleiter Herrn Böckl ausdrücklich auch Herrn Neubauer und Herrn Flemmig einschließen, ebenso wie die Verwaltungsmitarbeiterinnen: Nie wurde ich mit einem Anliegen vertröstet oder abgewiesen. 

Ein langes, ereignisreiches Schuljahr geht zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich - wie viele Generationen vor ihnen - auf die Sommerferien. Die jungen Menschen mit dem Abitur in der Tasche freuen sich auf einen neuen Lebensabschnitt frei nach dem Motto „Lernst du noch oder lebst du schon“. Ich wünsche allen, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, dem gesamten Abiturjahrgang und natürlich uns Eltern einen schönen Sommer und etwas Zeit mit der Familie um Kraft zu tanken, bis es im September wieder heißt „back to school“.

 

Es grüßt Sie herzlich,

Klaus Lutz
Vorsitzender des Elternbeirats

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