Neu einsetzend spätbeginnende Fremdsprache Italienisch ab Klasse 11

Ab kommendem Schuljahr 2021/2022 bietet das Heinrich-Schliemann-Gymnasium erstmals ab der 10. Jahr­gangs­stufe (im derzeit auslaufenden G8) bzw. später im neuen G9 ab der 11. Jahrgangsstufe Italienisch als „neu einsetzend spät beginnende Fremdsprache“ an. Damit wollen wir interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, eine weitere attraktive, moderne Fremdsprache zu erlernen. Für die Schülerinnen und Schüler besteht damit in allen angebotenen Ausbildungsrichtungen (musisch, sprachlich, humanistisch) die Möglichkeit, die erste oder zweite Fremdsprache (d. h. Englisch oder Latein) durch die in Jahrgangsstufe 10 (G8) bzw. 11 (G9) neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache Italienisch zu ersetzen.

Bei der Entscheidung werden u. a. folgende Punkte zu bedenken sein:

  1. Italienisch gehört zwar nicht zu den großen internationalen Sprachen, ist aber eine der Hauptsprachen der Europäischen Gemeinschaft, zu deren Gründungsmitgliedern Italien zählt. Italien ist zudem einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Aus der Sicht Italiens ist Deutschland sogar der wichtigste Handelspartner. Italienisch ist eine der drei Amtssprachen der Schweiz und spielt als Verkehrssprache in Südosteuropa eine nicht zu unterschätzende Rolle.
  2. Italien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen, aber auch z. B. in der Metropolregion Nürnberg stellen die Italiener nach den US-Amerikanern die größte Besuchergruppe dar.
  3. Nach Schätzungen der UNESCO befinden sich auf italienischem Boden ca. 60 % des Weltkulturerbes. Italienische Schriftsteller, Künstler und Musiker beeinflussten die Kultur Europas wesentlich. Genannt seien Namen wie: Dante, Leonardo, Botticelli, Verdi, Donizetti. Italien und seine Kultur stellen seit Jahrhunderten eine wichtige Inspirationsquelle für Künstler aus aller Welt dar.
  4. Das Italienische bietet für den Lerner kaum Einstiegsprobleme. Die Nähe von Laut und Schriftbild ermöglicht es, sich schnell in die neue Sprache einzufinden. Lateinkenntnisse erleichtern das Erlernen der Sprache, da das Italienische direkt auf die antike Sprache zurückgeht. Viele lateinische Vokabeln haben sich im Italienischen unverändert erhalten. Wie jede Fremdsprache erfordert Italienisch ein ausdauerndes engagiertes Mitlernen, da es über einen großen Formenreichtum und eine reiche Idiomatik verfügt.
  5. Nach der 10. Jahrgangsstufe im neuen G9 können Schülerinnen und Schüler die 1. oder 2. Fremdsprache, also Englisch oder Latein, durch Italienisch als „neu einsetzend spät beginnende Fremdsprache“ ersetzen. Es besteht dann eine Belegungspflicht bis zum Abitur. Unterrichtsstunden: In Jahrgangsstufe 11 vier, in den Jahrgangsstufen 12 und 13 je drei.
  6. „Neu einsetzend spät beginnende Fremdsprachen“ sind zu unterscheiden von „fortgeführten Fremd­sprachen“, wie man die 1., 2. und ggf. 3. Fremdsprachen bezeichnet.
  7. Konsequenzen für die Oberstufe und das Abitur (Stand: April 2021; G8)

    • Wenn Italienisch als Abiturprüfungsfach gewählt wird, müssen alle 4 Halbjahresleistungen ein­ge­bracht werden.
    • In der Kursphase muss eine „fortgeführte Fremdsprache“ neben Italienisch belegt werden.
    • Es besteht eine Befreiung von der Belegung einer zweiten Naturwissenschaft über ein Jahr.
    • In dieser spät beginnenden Fremdsprache kann das Colloquium abgelegt werden. Es wird das Niveau B1 des GER erreicht.
    • Die zusätzliche Wahl eines Additums in Sport, Musik oder Kunst ist möglich, stellt aber eine Ein­schränkung bei der Einbringung weiterer Fächer dar.

  8. Latinum
    Schülerinnen und Schüler, die Latein durch eine „neu einsetzend spät beginnende Fremdsprache“ ersetzen, haben nach der 9. Klasse (G8) mit der Zeugnisnote 4 oder besser automatisch „gesicherte Lateinkenntnisse“ („Kleines Latinum“) erworben. Das „Latinum“ („Großes Latinum“) kann jedoch durch eine schulinterne Feststellungsprüfung am Ende der Jahrgangsstufe 9 (G8) zusätzlich erworben werden.
  9. Der Lehrplan in der spät beginnenden Fremdsprache schreitet sehr schnell voran. Man sollte motiviert sein und Lust haben, noch einmal in den letzten drei Jahren am Gymnasium eine neue Sprache zu lernen. Die Wahl sollte keinesfalls aus der Motivation erwachsen, eine ungeliebte Sprache abzulegen.
  10. Neu einsetzende spät beginnende Fremdsprachen

    • richten sich an Schülerinnen und Schüler die ein besonderes Interesse an Sprachen und eine entsprechend hohe Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringen;
    • bauen auf Kenntnissen, Fertigkeiten und Grundhaltungen auf, welche die Schülerinnen und Schüler in den bisher erlernten Fremdsprachen und im Deutschunterricht erworben haben;
    • werden in raschem Lernfortschritt unterrichtet, was zu motivierenden Erfolgserlebnissen führt;
    • setzen den Schwerpunkt auf mündliche Kommunikation, wobei die störungsfreie Verständigung Vorrang vor der absoluten sprachlichen Korrektheit hat.

Die neue Sprache kann als Fach nur angeboten werden, wenn sich zu Beginn,  d. h. jeweils zur 11. Klasse im neuen G9 genügend Schülerinnen und Schüler dafür entscheiden.

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