Dr. Hans Riegel Fachpreis

Am 13.04.2013 wurden die Abiturientinnen Lisa-Marie Dreier, Mara Egenhöfer und Julia Kirsten an der Naturwissenschaftlichen Fakultät Erlangen für ihre herausragenden Seminararbeiten, die sie im W-Seminar Lebensmittelchemie erstellten mit Fachpreisen der Dr. Hans Riegel Stiftung ausgezeichnet. Hans Riegel ist Gründer der bekannten Firma Haribo. Mit dieser Auszeichnung werden Seminararbeiten aus dem Naturwissenschaftlichen Bereich, also Chemie, Physik, Mathematik und Geografie gewürdigt.
Alle Teilnehmer des W-Seminars des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums hatten zahlreiche Nachmittage im Labor verbracht, Experimente durchgeführt und ausgewertet. Wir entschieden uns die drei aussichtsreichsten Seminararbeiten einzureichen.  Kurz vor den Osterferien hatten die drei Nachwuchschemikerinnen ihre Einladung zur Preisverleihung im Briefkasten. Lisa-Marie Dreier und Julia Kirsten erhielten je einen Buchpreis für ihre Seminararbeiten. Lisa-Marie hatte anorganische Pigmente in verschiedenen Farbtönen hergestellt. Die Pigmente wurden daraufhin mit ebenfalls selbst hergestellten Bindemitteln als Ölfarbe und Kaseinfarbe auf einen Malgrund aufgetragen. Julia Kirsten bestimmte  quantitativ Calcium- und Magnesiumionen in den drei verschiedenen Wassersorten Volvic, Residenzquelle und Leitungswasser. Dabei konnte  sie nachweisen, dass in fränkischem Mineralwasser deutlich mehr Calcium-Ionen  vorhanden sind als in französichem Mineralwasser und Leitungswasser, der Werbeslogan einer  Firma als „Calcium-König“ also durchaus berechtigt ist.Die Seminararbeit von Mara Egenhöfer mit dem Thema „Experimente zur Laktose“ befasst sich mit  verschiedenen Möglichkeiten, Laktose nachzuweisen. In mehreren Versuchsreihen wurde Laktose aus laktosehaltiger Milch extrahiert und mit Hilfe der Infrarot-Spektroskopie mit dem Extraktionsergebnis von laktosefreier Milch verglichen. Die Messungen mit dem  Infrarot-Spektrometer zur Identifizierung durfte Mara am  Lehrstuhl für anorganische Chemie der Universität Erlangen bei Herrn Dr. Ehli durchführen. So konnte die Schülerin nachweisen, dass in handelsüblicher laktosefreier Milch  im Gegensatz zu „normaler Milch“ wirklich keine Laktose mehr vorhanden ist, die bei bekannter Laktoseintoleranz zu Durchfall und Völlegefühl führen kann. Zusätzlich testete sie die Wirksamkeit von Laktosetabletten auf Milch und wies nach, dass die Laktose durch diese Enzymtabletten quantitativ umgesetzt wird.
Für diese herausragende Seminararbeit erhielt Mara den mit 400 Euro dotierten zweiten Fachpreis der Dr. Hans Riegel Stiftung.
Das Heinrich-Schliemann-Gymnasium gratuliert den drei Preisträgerinnen.

Dechemax-Wettbewerb 2013

Traditionell haben sich auch im Schuljahr drei Schüler, Jakob Fischer, Alexander Güllich  und Jamin Herklotz zum Dechemax-Wettbewerb angemeldet. Der Wettbewerb steht diesmal unter dem Thema Kunstgriffe der Natur. Die Wunder der Natur naturwissenschaftlich beleuchtet.

Dechemax Wettbewerb 2012

Auch in Schuljahr 2011/12 hat sich eine Schülergruppe beim Dechemax-Wettbewerb angemeldet. Unter dem Thema Alltag 2050 Chemische Zukunftsvisionen werden sie in der ersten Runde jede Woche Fragen online beantworten müssen. Bei Bestehen dürfen sie an der zweiten Runde teilnehmen, bei der selbstständig Experimente  geplant, durchgeführt und ausgewertete werden müssen.

dechemax.de

Dechemax Wettbewerb 2011

Im Schuljahr 2010/11 nahmen Mara Egenhöfer und Lisa-Marie Dreier, damals in der 10. Klasse, betreut von Frau Kindler, am Dechemax-Wettbewerb teil. Unter dem Thema Chemische Weltreise - in 8 Tagen um die Welt. erreichte die Gruppe erfolgreich die zweite Runde. Wir gratulieren den Teilnehmern.

Chemie-Olympiade 2013 in Moskau

Lisa Marie Dreier und Mara Egenhöfer (Q12) haben an der 45. Internationalen Chemie-Olympiade IChO teilgenommen und sich für die zweite Runde qualifiziert.
Beide Schülerinnen haben am 18. Landesseminar zur Chemie-Olympiade vom 30.1. bis 2.2.2013 bei der Firma Bit-Gendorf in Burghausen teilgenommen, und waren unter den besten 15 bayerischen Nachwuchs-Chemikern.Die Fachschaft Chemie gratuliert beiden Schülerinnen zu diesem tollen Erfolg.

Hier findet ihr Informationen zur Internationalen ChemieOlympiade.

Bericht über das Landesseminar Chemie vom 30.01.2013 - 02.02.2013

Nachdem wir die Aufgabe der ersten und zweiten Runde des Auswahlverfahrens zur 45. Internationalen Chemie-Olympiade 2013 gelöst und abgeschickt hatten und wir uns wieder komplett dem Schulalltag einer Abiturientin gewidmet haben, waren wir sehr überrascht, als uns eines Tages die Einladungen zum Landesseminar Bayern und dem damit verbundenen Besuch des Industrieparks „Werk Gendorf“ und der Chemiefirma „Dyneon“ in Burghausen, überreicht wurden.

Schon sehr aufgeregt trafen wir uns am Mittwoch Mittag am Nürnberger Hauptbahnhof mit mehreren Teilnehmern, um gemeinsam nach Burghausen zu fahren. Auf der Zugfahrt stellten wir sehr schnell fest, dass wir in einer sehr lustigen und bunt gemischten Gruppe, bestehend aus knapp 30 Zehnt- bis Zwölftklässler/innen, gelandet waren. Nach einem leckeren Abendessen waren alle schon sehr gespannt, was uns am nächsten Tag erwarten würde.

Am ersten Tag stand ein Besuch im „Technikum“ an. Nachdem wir in Dreier-Gruppen aufgeteilt und jeweils einem Azubi, einem zukünftigen Chemikanten, zugeteilt worden waren und uns dieser mit den gewaltigen Maschinen der chemischen Industrie vertraut gemacht hatte, studierten wir aufmerksam unsere Arbeitsaufträge. Dafür erklärten uns die Azubis die Maschinen und unterstützten uns bei der Herstellung von knapp 30 Litern NaCl-Lösung, die später als Grundlage eines individuell gemischten Duschgels dienen sollte. Nach diesem beeindruckenden und einzigartigen Aufenthalt, der auch dank unseres äußerst verpeilten Chemikantenazubis sehr lustig war, zogen wir weiter in ein Chemielabor, um die NaCl-Lösung im etwas kleineren Maßstab zu Duschgel zu verarbeiten. Dazu wählten wir die Farbe, die von quietschgelb bis knallpink über neongrün variierte, und den Geruch selber aus.

Nach einem Mittagessen in der Betriebskantine standen Vorträge  und anschließende Werksführung auf dem Plan.

Am zweiten Tag durften wir nach einer kurzen Einführung und unter der strengen Aufsicht der Chemielaboranten, wegen eventueller Gesundheitsrisiken, Paracetamol herstellen. Dass unsere Ausbeute bis zu 50 Gramm betragen konnte und 5 Gramm aber schon toxisch bis tödlich wirken, verschweigen wir hier. Das Mittagessen mussten wir leider auf Grund von Zeitdruck hinein schlingen. Das vollgestopfte Nachmittagsprogramm beinhaltete erneut Vorträge über  Fluorpolymere. Die angekündigte Feuerlöschübung mit der Werksfeuerwehr musste leider wortwörtlich (wegen Regen) ins Wasser fallen. Stattdessen durften wir der Feuerwache einen Besuch von innen abstatten. Der Abend wurde mit einem Experimentalvortrag von Prof. Dr. Scheel über Brände und Explosionen gekrönt. Mit diesem Vortrag sollten wir für den Brand- und Explosionsschutz sensibilisiert werden. Dass es während dessen nicht nur einmal rauchte, knallte und stank, brauchen wir hier wohl nicht extra zu erwähnen.

Am nächsten Morgen mussten wir leider schon wieder Koffer packen und uns, nach dem Rechnen von alten  Chemie-Olympiade Aufgaben, voneinander verabschieden und auf den Heimweg machen.

In diesen drei Tagen haben wir viel  gelernt und neue Erfahrungen gesammelt. Hier sind einige Dinge, die wir so schnell nicht vergessen werden:

Wichtig! : Erwähne bei „Dyneon“  niemals „Teflon“!! ABER !?! Teflon (Polytetrafluorethylen) ist der gleiche Stoff wie PTFE (Polytetrafluorethylen). Uns konnte in dieser Zeit nicht oft genug vermittelt werden, in welchen Bereichen PTFE verwendet wird :

  • die Allianz-Arena wurde mit Folien aus PTFE umhüllt
  • das Sonnensegel vor dem Bundeskanzleramt ist mit PTFE beschichtet
  • Kleber in Post-its und Klebestreifen von der Firma Scotch
  • Kleber im Airbus A 380
  • Pfannenbeschichtungen

Zusätzlich wurden wir, vor jedem Besuch im Labor bzw. jeder Arbeit mit Chemikalien, auf die wichtigen Sicherheits- und Gefahrenhinweise hingewiesen. So lernten wir, zum Beispiel, wie wir uns bei der Herstellung einer  Natriumchloridlösung zu verhalten haben. Uns wurde gesagt, dass wir unbedingt Schutzkleidung, bestehend aus Schutzkittel, Schutzbrille und Handschuhen, tragen müssen. Sollte die Chemikalie  verschüttet werden, muss die kontaminierte Kleidung sofort ausgezogen werden. Natürlich sind wir froh, dass wir endlich über das Gefahrenpotential von Kochsalz aufgeklärt wurden und wissen wie wir uns ab heute beim Kochen von Nudelwasser schützen müssen.

 

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