Am 24. Juli besuchten die Griechischschüler der Klassen 8-10 mit Herrn Wachter und Herrn Gugel das Martin-von-Wagner-Museum in Würzburg. Hierbei durften die Schüler jedoch nicht nur eingestaubte Museumsstücke bewundern, sondern auch die altgriechische Kultur vertieft kennenlernen.

Die Exkursion zum Martin-von-Wagner-Museum fand wie auch schon in den Jahren zuvor in einer der letzten Schulwochen vor den Sommerferien statt. Ein griechisches Mittagessen und ein Stadtrundgang gehörten dazu. Nach einstündiger Anreise zum Museum mit der DB durften die vier Griechischschüler der 10. Klassen ihren Lernfleiß und ihre Liebe zum Altgriechischen unter Beweis stellen, indem sie zu Beginn der Führung das Proöm (den Beginn) der Odyssee aufsagten. Daraufhin folgte eine zweistündige, lehrreiche Führung durch die Antikenabteilung (Vasen) und das Münzkabinett des Museums.

Was für manchen Schüler anfangs langweilig erscheinen mochte, entpuppte sich als interessante Lehrstunde über Töpferkunst, die Bedeutung von Mythen und das Trinkverhalten der alten Griechen. Denn obwohl die Griechen liebend gern berühmt-berüchtigte Trinkgelage veranstalteten, tranken sie ihren Wein nicht so wie wir pur, sondern mit Wasser vermischt. Diese „Weinschorle“ war ein Symbol der griechischen Sophrosyne (Besonnenheit), dargestellt am Brunnen vor dem Würzburger Rathaus.

Auch durften wir griechische Spezialitäten beim Mittagessen im Restaurant 'Erzherzog Karl' probieren, deren Kosten großzügigerweise von den begleitenden Lehrkräften übernommen wurden.

Beim abschließenden Stadtrundgang erfuhren wir einiges über Würzburgs Kirchen, deren Zerstörung im 2. Weltkrieg und deren Wiederaufbau. Hierbei bekam jeder immer ein paar Minuten, um sich selbstständig umzuschauen.

Wir Griechischschüler möchten unseren Lehrern für die Organisation dieser Exkursion danken und hoffen, dass auch zukünftigen Griechischschülern dieses Angebot offensteht.

Belinda Schmidt, 10a

Austausch mit Xylokastro 2019

Freitag, 5. April: Die Reise beginnt

Schon um 5:20 Uhr trafen wir 13 Schülerinnen und Schüler uns mit Frau Stutzer und Herrn Dinter-Bienk am Fürther Bahnhof, um die lange Reise nach Griechenland anzutreten. Rückblickend auf die Besuchswoche der Griechen in Deutschland war die Vorfreude und Aufregung bei uns allen dementsprechend groß. In München angekommen, schlugen wir uns durch die Sicherheitskontrollen, wo dann auch die letzte Schere im Handgepäck abgegeben wurde, und irrten durch den riesigen Flughafen. Als wir dann endlich auch das richtige Gate gefunden hatten, konnte es auch schon losgehen. Nach dem Flug und einer zweistündigen Busfahrt mit Zwischenstopp am Kanal von Korinth, der echt beeindruckend ist, erreichten wir Xylokastro, wo wir schon freudig von unseren Gastfamilien erwartet wurden. Den Abend verbrachten wir zusammen mit unseren Austauschpartnern und fielen dann erschöpft von der fast 12-stündigen Reise ins Bett.

Samstag und Sonntag, 6. & 7. April: Von A(then) bis Z(aziki) in Griechenland

Das Wochenende verbrachten wir dann bei strahlendem Sonnenschein bei den Gastfamilien, mit denen wir viele Ausflüge unternahmen und die griechische Gastfreundschaft mehr als genossen.

Einige fuhren nach Nafplio und erfuhren, dass der erste griechische König tatsächlich ein Bayer war! Des Weiteren wurden Ausflüge nach Athen, Epidaurus, Xylokastro und seine Nachbarsdörfer unternommen. Dabei wurde natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt und wir wurden von den leckeren griechischen Speisen nahezu erschlagen. Von Souvlaki über Feta, Pastitio und Oliven bis hin zu Zaziki war alles dabei.

Auch das Fußballspiel zwischen der grünen Mannschaft aus Xylokastro und deren passenderweise roten Rivalen wurde von uns Deutschen gut besucht. Und mit unserem Anfeuern gewann Xylokastro auch mit einem starken 4:2.

 Montag, 8. April: Schneeballschlacht in den Bergen

Nach einem Empfang mit Saft und Kuchen in der Schule machten die Griechen und wir uns mit dem Bus auf in die Berge in das kleine Städtchen Trikala. Ganz unverhofft war dann Herr Hoffmann unser Reiseführer und erzählte uns viel über die Geschichte Trikalas. In luftiger Höhe machten wir schließlich Halt und besuchten ein kleines Kloster und eine griechisch-orthodoxe Kirche und genossen die Aussicht. Als wir dann höher in die Berge fuhren, lag doch da tatsächlich Schnee und so ließen wir es uns nicht nehmen und lieferten uns eine Schneeballschlacht, an der auch Frau Stutzer und Herr Hoffmann nicht ganz unbeteiligt waren. Aufgewärmt haben wir uns dann in einem kleinen Café mit Kaminfeuer.

Dienstag, 9. April: Olympia

Drei Stunden Busfahrt, die einige nutzten, um die verpassten Stunden Schlaf vom letzten Abend nachzuholen, dauerte es, bis wir endlich in Olympia ankamen. Dort hatte sich glücklicherweise auch der Regen soweit verzogen, dass wir unbekümmert das riesige Gelände besichtigen konnten. Zuerst ging es zu dem Gymnasium, das keine Schule, sondern eine Trainingsstätte für den Körper und Geist war. Vorbei an den Tempeln von Zeus und Hera ging es dann auch zum Stadion, dass wohl das größte seiner Zeit gewesen war. Als es dann wieder zu regnen anfing, flüchteten wir in das anliegende Museum, wo Statuen sowie viele weitere antike Funde ausgestellt wurden. Auf der Rückfahrt ließ sich die Sonne auch wieder blicken und bei unserer Pause an der Tankstelle konnten wir einen wunderschönen Regenbogen erblicken.

Mittwoch, 10. April: Sommer, Sonne, Sonnenschein

Die ersten zwei Stunden verbrachten wir heute erstmals in der Schule. In der ersten Stunde besuchten wir den regulären Unterricht und in der zweiten hielt Vicky, die Deutschlehrerin der Griechen, noch eine Präsentation über das Schulsystem Griechenlands. Danach machten wir uns gemeinsam zum Rathaus auf, wo wir schon von Bürgermeister Elias Andrikopoulos erwartet wurden. Nach einem kurzen Empfang ging es dann ans Meer. Einige wollten das schöne Wetter zum Schwimmen nutzen, doch leider herrschte ein heftiger Wind und die Strömung im Meer wäre zu heftig gewesen. So mussten wir leider auf das Schwimmen verzichten. Nichtsdestotrotz hatten wir viel Spaß. Am Abend stand dann auch der gemeinsame Abschlussabend vor der Tür. Ein Paar von uns begeisterten hier mit einem Schuhplattler, der erst am Tag davor einstudiert wurde. Trotz der guten Stimmung und dem fabelhaften Essen war es doch traurig zu wissen, dass dies der letzte gemeinsame Abend war.

Donnerstag, 11. April: Alte Steine oder doch die Akropolis?

Schweren Herzens mussten wir uns von unseren griechischen Freunden verabschieden. Nach einer zweistündigen Busfahrt kamen wir im Hotel in Athen an. Gemeinsam erkundeten wir die Straßen Athens und nachdem wir einen kurzen Zwischenstopp zum Mittagessen gemacht hatten, begannen wir den Aufstieg zur Akropolis mit den beeindruckenden Tempelgebäuden. Dort erzählte uns Herr Dinter-Bienk noch viel über das damalige Griechenland und so konnten wir unsere Geschichtskenntnisse etwas auffrischen. Später genossen wir die wunderbare Aussicht über Athen, das doch größer war, als wir es uns vorgestellt hatten. Nachdem wir dann noch etwas „Freilauf“ hatten, um noch die letzten Geschenke für die Daheimgebliebenen zu besorgen, und einem leckeren Abendessen, ließen wir den Abend auf der Dachterrasse mit einem tollen Blick über das nächtliche Athen ausklingen.

Freitag, 12. April: Heimkehr mit Hindernissen

Nach einem guten Frühstück im Hotel ging es dann auch schon mit dem Shuttlebus los zum Flughafen. Als wir dann endlich sicher in München gelandet waren (unser Flug hatte am Anfang ein paar Turbulenzen), freuten wir uns alle darauf, bald nach Hause zu kommen. Aufgrund einer Polizeikontrolle und eines im Flugzeug vergessenen Reisepasses, worauf wir erst mal zur Gepäckauffindung hetzen mussten, verpassten wir den Zug, mit dem wir eine Stunde früher in Fürth angekommen wären, haarscharf. Die Laune ließen wir uns aber nicht verderben und kamen dann glücklich angesichts der tollen Zeit um 22 Uhr zuhause in Fürth an.

Danke.

Am Ende möchten wir uns noch ganz herzlich bei Frau Stutzer und Herrn Dinter-Bienk bedanken, dafür, dass sie den Austausch trotz der kurzfristigen Insolvenz der Fluggesellschaft Germania so gut organisiert haben, uns in Athen mit Wasser, das nicht nach Chlor schmeckte, versorgt haben und uns einfach diese unvergessliche Reise möglich gemacht haben. Vielen, vielen Dank!

Friederike Hirsch, 10b

Eine etwas andere Intensivierungsstunde

Im Rahmen der Intensivierungsstunden fuhren die Griechischschüler der 9a am 20. Juni 2018 nach Iphofen, wo im KNAUF-Museum Fundstücke ausgestellt waren, die Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen 1871-1873 in Troja geborgen hatte. 
Mit dem Spaten und Homer in der Hand hatte Schliemann sich aufgemacht, um den Schatz des König Priamos zu finden. Erst spät merkte er, dass sich an dieser Stelle ein Hügel mit Siedlungsschichten aus drei Jahrtausenden auftürmt, dessen älteste Keramikfunde bis in die Zeit um 2900 v. Chr. zu datieren sind. Was Schliemann gefunden hat, stammt wohl aus der Mitte des 3. Jahrtausends, also ein- bis eineinhalb Jahrtausende vor dem sagenhaften trojanischen Krieg um 1200 v. Chr. .  
Doch Troja ist mehr als nur ein Feld für Schatzsucher und Archäologen. Der Sagenkreis um diese Stadt bildet den ersten Stoff für Europas Literatur. Nicht nur in Homers Epen Ilias und Odyssee, sondern auch in zahlreichen Dramen sowie in der antiken Vasenmalerei ist er verarbeitet.  
Der Ausflug, auf dem in spielerischer Weise auch ein bisschen Grundwissen und Grammatik wiederholt wurden, war eine willkommene Ergänzung zum Griechischunterricht, der in der 9. Jahrgangsstufe ja auch nach Kleinasien und Troja führt.  

Günther Hoffmann

 

 

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