Von Fürth nach Athen in zweieinhalb Stunden

Am Samstag, den 20.Januar 2018, veranstaltete Herr Hofmann für interessierte Schüler der siebten Jahrgangsstufe und deren Eltern eine Fahrt nach „Athen an der Isar“.

Nachdem wir uns kurz nach acht am Fürther Hauptbahnhof getroffen hatten, nahmen wir die U-Bahn nach Nürnberg, um dann weiter mit dem Zug nach München zu fahren. Beim Einsteigen „eroberten“ wir uns die Vierersitze und bekamen im Verlauf der Fahrt von Herrn Hoffmann eine kleine Einführung in das Thema unseres Ausflugs: Wir verdanken die vielen antiken Kunstwerke dieses Tages König Ludwig I., der München zu einem „Athen an der Isar“ und zu einer Metropole für Kunst und Kultur machen wollte. Danach wurde ein Quiz über antike Mythologie und Kunst veranstaltet.

In der Glyptothek angekommen, erklärte uns Herr Hoffmann die Entwicklung der griechischen Skulptur: Angefangen von einem Jüngling, der mit einer aufrechten, symmetrischen Pose und dem „archaischen Lächeln“ aus der Wand heraus in die Welt tritt, über die asymmetrische, den idealen Menschen zeigende Figur bis hin zu der den Raum erobernden, realistischen Darstellung. Vor einer Statue der Göttin Eirene (Frieden) mit dem kleinen Plutos (Reichtum) auf dem Arm wurde eine Mitschülerin in ein Gewand nach griechischer Art gekleidet.

In der Mittagspause stärkten wir uns alle in einer Pizzeria in der Nähe, um danach die Glyptothek erneut aufzusuchen. Am Nachmittag ging es um den Aphaiatempel von Ägina. Herr Hoffmann erzählte uns von den zwei Trojanischen Kriegen, aus denen jeweils Szenen in den Giebeldreiecken des Tempels dargestellt sind. Diese stammen aus zwei unterschiedlichen Epochen, wobei die Figuren des zweiten Trojanischen Krieges kurz vor 500 und die des ersten Krieges kurz nach 500 v. Chr. geschaffen wurden.

Zum Abschluss hatten wir noch eine halbe Stunde in der Glyptothek zur freien Verfügung.

Auf der Rückreise wurde das Quiz vom Vormittag aufgelöst und ein Preis vergeben. Als wir schließlich um sieben Uhr wieder in Fürth ankamen, waren wir zwar erschöpft, aber um viele Eindrücke reicher. An dieser Stelle ein großes Lob an Herrn Hoffmann für die gute Organisation und die anschaulichen Erklärungen – und an die Deutsche Bahn, die uns so schnell nach Athen und zurück brachte! 

Margarethe Horn (7a)

Schullandheimausflug der 5 A nach Regensburg im Juli 2011

Wie immer in der vorletzten Schulwoche vor den großen Ferien, sollten die fünften Klassen aus dem Jahrgang 2010/2011 ins Schullandheim fahren, um eine Klassen-gemeinschaft zu bilden.
Doch dieses Mal war vieles anders und vor allem neu. Denn nicht nur Lehrer bereiteten den Schulland-heimaufenthalt vor, sondern auch zwölf Schüler der Oberstufe. Das Motto lautete „Antike-Schullandheim“.
Dass Schüler selbst ein Schullandheim gestalten dürfen, war hierbei etwas völlig Neues. Die Möglichkeit, solche Erfahrungen zu sammeln, bietet eine neue Errungenschaft aus dem G8, das projektbezogene Seminar (P-Seminar), in dem die Schüler sich selbst ausprobieren und auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen.
So trafen sich also Anfang des Schuljahres 2010/2011 zwölf Schüler mit den Leitern des P-Seminars, Frau Halfmann und Herrn Hoffmann, um die nötigen Schritte einzuleiten und den Neulingen am Heinrich-Schliemann-Gymnasium einen gelungenen Abschluss ihres ersten Gymnasialjahres zu bieten.

Die Vorbereitungszeit war also angelaufen und man suchte ein Thema für das Schullandheim. Das war schnell geschehen: Die Römer sollten Pate stehen und auch das in Aussicht gestellte Ziel Regensburg bot hierfür einiges an Stoff.
Man entwickelte einen Zeitplan mit verschiedenen Aktivitäten, um es für die Kinder interessant zu gestalten. Bei einer Vorexkursion in das Schullandheim wurden auch örtliche Gegebenheiten untersucht und erste Grundzüge des späteren Plans  entwickelt.

Der Zeitpunkt der Abreise rückte nun immer näher, den Schülern und auch den Lehrern war die Anspannung, ob alles glatt laufen würde, anzusehen. Dann  ging es pünktlich um 9 Uhr vom Fürther Hauptbahnhof in einem gut gefüllten Zug Richtung Regensburg. Für die Fünftklässler hieß das eine Woche schulfrei, für den Rest war es eine Fahrt ins Ungewisse.

Als nach langem Hin und Her die Zimmer endlich bezogen waren, startete man, um sich besser kennen zu lernen und Barrieren untereinander abzubauen, mit mehreren kleinen Spielen. Nachdem die Zimmerpaten ausgelost waren, organisierten die Mädchen eine spontane Modenschau, bei der auch männliche Models mitwirken durften. Als das Abendessen vorüber war, waren nun auch die Lehrer an der Reihe und übernahmen sprichwörtlich das Ruder, was jedoch mit dem „Tod“ durch Ertränken des gefürchteten Piraten Hoffmann endete. 

Die erste Nacht hatten alle überstanden und bei sonnigen Wetter startete man mit einer Stadtrallye durch Regensburg und erkundete die dortigen Hinterlassenschaften der Römer sowie den historischen Stadtkern näher. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, denn es gab viele verschiedene Aufgaben für die Kinder, die erfüllt werden mussten.
Am Nachmittag warteten vielfältige Workshops auf die Schüler. Diese hatten sie im Voraus schon ausgewählt und die Aktivitäten wurden von jeweils mehreren Betreuern angeboten. Der Tag wurde mit einem Spaziergang in der Dämmerung beschlossen.
Am Mittwochmorgen begrüßte uns Regensburg mit regnerischem Wetter, das sich auch später nicht bessern wollte. So mussten die eigentlich für draußen geplanten Wettkämpfe abgebrochen und nach innen verlegt werden. Das tat jedoch der guten Stimmung, zumindest bei den Kindern, keinen Abbruch und so wurde das Beste  aus der Situation herausgeholt. Nach dem Mittagessen war ein freier Nachmittag geplant, an dem man keine Wünsche außer Acht ließ. Geschäfte wurden gestürmt und der Fußballplatz umgegraben, bis man endlich abends müde ins Bett fiel.

Der Donnerstag wartete mit deutlich besserem Wetter auf als der Vortag. So konnte der geplante Ausflug mit dem Ziel der Naab-Mündung in die Donau stattfinden. Denn es war gelungen, mit einem Professor von der Universität Regensburg eine Fahrt mit einer Rekonstruktion eines römischen Patrouillenboots zu organisieren. Nach den Einweisungen des Kapitäns durften sich dann die Aushilfslegionäre selbst in die Riemen legen und taten es auch mit vollem Enthusiasmus. Nach einer Mittagspause auf einem nahegelegenen Spielplatz traten wir wieder den Rückweg zur Jugendherberge an. An diesem Abend hatten die Kinder eigenständig eine kleine Feier vorbereitet und so fand auch dieser Tag einen gelungenen Abschluss.

Nun war der Zeitpunkt der Abreise gekommen und alle versammelten sich zum obligatorischen Abschlussgruppenbild vor der Herberge und traten anschließend den Weg Richtung Bahnhof an, wo uns ein belebter Zug empfing und wieder sicher nach Hause brachte. Am Bahnsteig warteten schon die Eltern, um ihre Sprösslinge wieder in ihre Obhut zu nehmen. Auch die Teilnehmer des P-Seminars waren glücklich, dass alles einigermaßen geklappt hatte und das Schullandheim als ein Erfolg verbucht werden konnte. Der Herbergsaufenthalt in Regensburg war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und eine völlig neue Erfahrung für alle.
PS
                                
Weitere Informationen zum Schullandheimaufenthalt:

Link zur Internetseite der Stadt Regensburg:
www.regensburg.de

Link der besuchten Jugendherberge:
www.jugendherberge.de/jh/bayern/regensburg/

Link zu den Veranstaltern der römischen Bootsfahrt:
www.pettendorf.de

Die Teilnehmer des P-Seminars „Antike-Schullandheim“:
Bettina Moser, Lea Breul, Angela Kiefl, Christine Weßling, Laura Baumann, Julia Maurer, Heike Höfner, Hannah Viehoff, Susanne Krieger, Niklas Kammerbauer, Nicolas Meyer und Phillip Scholz.

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