Beitrag für den Jahresbericht 2018/2019

Halbzeit im Elternbeirat

Das Schuljahr neigt sich seinem Ende entgegen, es ist sozusagen Halbzeit in der Amtszeit des Elternbeirats. Sie erinnern sich vielleicht, liebe Eltern: am 25. September 2018 wurde im Rahmen eines Elternabends zu „Fortnite“ die Wahl abgehalten. Dabei kamen sieben der insgesamt zwölf Mitglieder frisch dazu, also eine deutliche Veränderung im Gremium. Und auch der Vorsitz wechselte: vom scheidenden Vorsitzenden Klaus Lutz durfte ich den Stab übernehmen, um zusammen mit meiner Stellvertreterin Monika Backschadt dem Elternbeirat ein Gesicht zu geben. Am Ende des Schuljahres möchte ich nun eine kurze Rückschau halten.

Der Elternbeirat sieht seine Aufgabe an unserer Schule vor allem als Ansprechpartner und Vermittler. Den Kontakt zur Schule hält er dabei durch seine regulären Sitzungen, durch Treffen einzelner Gruppen aus Elternbeirat und Kollegium zu bestimmten Themen und im offiziellen Rahmen des Schulforums, in dem Joachim Koch und Dr. Florian Grummt mitarbeiten.

Wichtigste Aufgabe des Elternbeirats ist es, Sprachrohr der Elternschaft zu sein, und dazu hilft der direkte Kontakt zu den erst kürzlich eingerichteten Klassenelternsprechern. Dieses Jahr gab es erneut ein Treffen mit den Elternsprechern, und aus allen Klassenstufen waren Vertreter dabei. Da der Informationsbedarf unter den Unterstufeneltern erwartungsgemäß am größten ist, haben sich aus dem Elternbeirat mit Dr. Nadja Gerlitz, Udo Götz und Dr. Gerald Hertel gleich drei Ansprechpartner speziell für die Anliegen aus der Unterstufe gemeldet. Abseits von schulischen Großveranstaltungen ist der Elternbeirat nun auch bei den beiden halbjährlichen Elternsprechtagen präsent: in der Aula bot ein Erfrischungsstand mit Getränken, Kaffee und Fingerfood allen Erschöpften die Möglichkeit zu einer kurzen Erholung vom hektischen Sieben-Minuten-Takt und zu einem ungezwungenen Gespräch mit den Elternbeiratsmitgliedern. Maßgeblich verantwortlich für die Organisation dieses Versorgungsangebots sind meine Stellvertreterin und Renate Kopes. Ähnliche Angebote bei den Future-Stage-Abenden und anderen, auch öffentlichen Veranstaltungen an der Schule wollen allen Besuchern ein herzliches Willkommen bei uns bieten. Darüberhinaus hat sich unsere Schriftführerin Änne Martinez-Moya zur tatkräftigen Unterstützung bei der Organisation des musikalischen Schuljahresabschlusses Best-of-Future-Stage im Stadttheater gemeldet.

Schließlich blickt der Elternbeirat auch auf das Geschehen außerhalb der Schulmauern. Dr. Detlef Freitag ist dabei der Beauftragte für die Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV), des größten bayerischen Interessenverbands dieser Art. Dass ihr Wort Gewicht hat, zeigt sich z.B. an den regelmäßigen Besuchen des jeweils amtierenden Kultusministers bei der jährlichen LEV-Mitgliederversammlung. Die Mitgliedschaft in der LEV ermöglicht unserer Schule also einen informativen, aber auch gestalterischen Blick jenseits des Tellerrandes.

Ende letzten Schuljahres hatte sich das HSG um die Teilnahme in dem Projekt „Coaching Schulverpflegung“ beworben und auch den Zuschlag erhalten. Ein Ziel dabei ist, die Schulmensa als einen Ort zu gestalten, in dem Kinder der Unterstufe gern zu Mittag essen, und Schüler der höheren Klassen einen Besuch dort nicht absolut uncool finden, trotz des reichen Alternativangebots in der Umgebung. Vom Elternbeirat hatte sich u.a. Andrea Hoffmann-Kuhnt in das neu gegründete Essensgremium gemeldet.

Liebe Eltern, an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei Ihnen für Ihre großzügige Spende bedanken! Bis Anfang des Jahres kamen über EUR 10.000 zusammen! Nur dadurch kann u.a. das umfangreiche Fahrtenprogramm der Schule unterstützt und aufrecht erhalten werden, was ja ein besonderes Merkmal unseres Gymnasiums darstellt. Zusätzliche Einzelspenden ermöglichten dann z.B. noch die Anschaffung eines Stage-Pianos für die Fachschaft Musik. Danke hier auch an die neue Kassenwartin Barbara Raithel für ihr wachsames Auge auf die Ein- und Ausgaben!

Ein erster persönlicher Höhepunkt für mich als neuen Vorsitzenden des Elternbeirats war die Verleihung der Schliemann-Eule im Rahmen des Weihnachtskonzerts an die Gruppe der Tutoren für ihr großes und vielfältiges Engagement um die Fünft- und Sechstklässler. Die Skulptur dieses Ehrenpreises des Elternbeirats wurde wieder von der Firma Tabrizi-Kunststofftechnik gestiftet und von Herrn Tabrizi selbst aus den Werkstoffen Plexiglas und Buntsandstein als Unikat gestaltet und gefertigt – herzlichen Dank dafür. Sollten Sie, liebe Eltern, jemand kennen, der sich in herausragender Weise um unsere Schule verdient gemacht hat – jedes Mitglied aus der Schulfamilie kann gern Vorschläge für mögliche Preisträger einreichen!

Welches sind nun die drängendsten Herausforderungen, denen sich unsere Schule in nächster Zeit gegenübersieht? Zum einen ist da der Übergang vom G8 auf das G9 mit allen seinen Facetten und Fallstricken, z.B. die praktische Implementierung der sogenannten „Überholspur“, d.h. dem Überspringen der 11. Klasse. Weiter steht das große Thema der Digitalisierung im Raum, für das gerade ein schulweites Konzept erarbeitet wird. Außerdem gilt es, die Alleinstellungsmerkmale unseres Gymnasiums in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, um eine Vierzügigkeit in der Unterstufe gewährleisten zu können. Und schließlich steht noch die politische Entscheidung zur Modernisierung der Schule an, ob also ein Schulneubau auf dem Areal der Wolfsgrubermühle entsteht, oder ob die Bestandsgebäude saniert und um die jetzige Feuerwache erweitert werden – jeweils vor dem Hintergrund der vielfältigen Anforderungen an die moderne Pädagogik. Alle Herausforderungen bieten jedoch auch Chancen zur Gestaltung, und der Elternbeirat möchte hier weiterhin zum Wohl unserer Kinder mitwirken.

Schule ist heute nicht mehr nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens: viele Schülerinnen und Schüler verbringen dort an manchen Tagen mehr Zeit als zuhause. Ihr Umfeld sollte damit so beschaffen sein, dass es sie bei ihrer Tätigkeit unterstützt und befördert. Mein Wunsch ist, dass unser Heinrich-Schliemann-Gymnasium gleichermaßen ein Hort der Weisheit wie auch ein Ort der Verbundenheit ist, an dem alle Mitglieder der Schulfamilie am gemeinsamen Miteinander arbeiten und dafür eintreten. Dafür bitte ich alle ausdrücklich um ihre Mithilfe!

Zum Abschluss des Schuljahres wünsche ich den scheidenden Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute für ihre Zukunft: Bewahrt Euch Eure Neugier und Lebenslust, und gestaltet die Welt – aber vergesst auch Eure Wurzeln nicht! Allen anderen, Eltern, Schülerschaft und Kollegium, wünsche ich fröhliche, erholsame und erlebnisreiche Sommerferien!

 

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Anselm Horn

Vorsitzender des Elternbeirats

 

Lass die Moleküle rasen!
Was sie auch zusammenknobeln,
lass das Grübeln, lass das Hobeln,
heilig halte die Ekstasen!             <Ch. Morgenstern>

 

 

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