Beitrag für den Jahresbericht 2020/21

Porta coronata – Schulbildung mit Hindernissen (A.D. MMXXI)

Annus horribilis – ein schreckliches Jahr?

Liebe Eltern, Mitglieder und Freunde der Schulfamilie!

Das Schuljahr 2020/2021 startete ähnlich, wie das vorangegangene endete, nämlich im Zeichen der Corona-Pandemie.

Als erste konkrete Auswirkung für den Elternbeirat ergab sich die Frage nach der praktischen Durchführung der Neuwahl des Gremiums. Die stete Zunahme der Fallzahlen nach Schuljahresbeginn im Herbst ließ eine abendliche Wahlveranstaltung in der Aula mit persönlicher Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten unverantwortlich erscheinen. Eine echte Hilfe aus dem Kultusministerium zur Organisation in Distanz gab es nicht, obwohl an der Hälfte aller Schulen in Bayern eine Neuwahl anstand. Ein großer Dank daher hier an Frau Barbara Raithel aus dem letzten Elternbeirat, die als Wahlvorsteherin viel Zeit in die Organisation der geplanten Distanzwahl investierte!

Damit wirken nun im aktuellen Elternbeirat wieder insgesamt zwölf Personen mit, die zum Teil besondere Aufgaben übernommen haben: Frau Dr. Nadja Gerlitz betreut als Kassierin die EB-Kasse; Herr Levent Taskin wurde als Schriftführer gewählt; Herr Dr. Detlef Freitag ist weiterhin der Beauftragte für die LEV; Herr Dr. Gerald Hertel fungiert als ein Ansprechpartner für Anliegen der Unterstufe; Frau Andrea Hoffmann-Kuhnt ist die offizielle Hygienebeauftragte unserer Schule; Herr Joachim Koch, Frau Katja Schmitt und Herr Philipp Streng engagieren sich im Arbeitskreis Digitalisierung; Herr Udo Götz und Herr Manfred Zarte amtieren als Stellvertretende Mitglieder im Schulforum. An dieser Stelle daher ein großer Dank für die Mitarbeit in der ersten Hälfte der Amtszeit! Frau Monika Backschadt übernahm mit großer Tatkraft wieder das Amt der Stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden, verlässt aber nach dem Abitur ihrer Tochter zum Ende des Schuljahres unsere Schule – herzlichen Dank für das langjährige, vielseitige und großartige Engagement!

Ein großer Dank aber auch Ihnen, liebe Eltern, für Ihre großzügige Spende zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt im Schuljahr: Dank Ihres finanziellen Engagements konnte unsere Schule als erste in unserer Stadt mit CO2-Ampeln ausgestattet werden. Diese sollen als verlässliche Anzeige zu einem verantwortungsvollen Lüften führen. Dafür Ihnen allen ein herzliches Danke!

Dieser Beitrag stellt die Frage, ob dieses Schuljahr ein schreckliches, gar ein verlorenes gewesen sei. Natürlich waren die Folgen der Corona-Pandemie an den Schulen dramatisch: Unsere Kinder mussten vor Weihnachten erneut erst in den Wechsel-, dann in den Distanzunterricht. Die zahlreichen Herausforderungen für die Familien, aber auch das Kollegium, wurden bereits und werden immer noch vielfach in den Medien thematisiert. De facto kam fast das gesamte Schulleben zum Erliegen: kein Weihnachtskonzert, keine Klassenfahrten, keine Sonderprojekte und keine angemessene Feierlichkeit zum 125-jährigen Schuljubiläum; und auch die Verabschiedung unseres Schulleiters, Herrn OStD Carsten Böckl, konnte nur in vergleichsweise kleiner Runde stattfinden, eine würdige Einführungsfeier für seinen Nachfolger OStD Günther Neubauer musste verschoben werden. Die Corona-Pandemie verbietet längerfristige Planungen, und die gesetzlichen Regelungen und kultusministerielle Verordnungen verlangen nach dem vielzitierten „Fahren auf Sicht“. Aber die eigentlichen Folgen für unsere Kinder werden erst nach und nach sichtbar werden.

Gab es aber auch Positives in diesem Jahr? Unsere Kinder waren gezwungen, ihren Lernalltag wesentlich selbstständiger zu organisieren und neue Probleme zu meistern: Wann ist welche Videokonferenz? Bis wann muss welche Hausaufgabe fertig sein und muss die dann auch abgeben werden? Die Chatnachrichten sind zwar sichtbar, aber keine anderen Homeworker-Einträge – woran liegt‘s? Das WLAN zuhause funktioniert heute mal nicht, und die Videokonferenz ruckelt und hakt ... Das traf natürlich nicht nur unsere Kinder allein, sondern uns alle als Familien. Dabei war der Anspruch an die Eigenorganisation deutlich höher als im regulären Schuljahr. Trotzdem haben viele der Schülerinnen und Schüler das sehr gut gemeistert. Die meisten haben zudem den technischen Umgang mit ihren digitalen Endgeräten, den Plattformen Homeworker und mebis sowie dem Videokonferenztool BigBlueButton spielerisch gelernt, manchmal zusammen mit ihren Lehrkräften. Diese standen vor der großen Herausforderung, ihren Unterricht vollständig in ein neues Format umgestalten zu müssen, eine Aufgabe, die man als Außenstehender leicht unterschätzt. Und auch der Elternbeirat stellte seine Sitzungen auf ein Online-Format um und veranstaltete die Austauschtreffen mit den Klassenelternsprechern der einzelnen Klassen im virtuellen Raum.

Ein verlorenes Jahr? Die Schulschließung hat zu einem Schub der Digitalisierung an den Schulen geführt. Dazu war aufgrund der Kurzfristigkeit und Dringlichkeit allerdings ein riesiger Kraftakt notwendig, den nicht nur unsere Schule zu leisten hatte. Bedauerlicherweise gab es seitens der Politik keine wirkliche planerische Weitsichtigkeit, gern wurden die Verantwortlichkeiten weitergegeben, Maßnahmen als Hau-Ruck-Aktion durchgeführt.

Dieses Jahr hat allerdings klargemacht, dass mit dem Schlagwort „Digitalisierung an der Schule“ nicht nur die einmalige Finanzierung von Hardware, z.B. Endgeräte für Kinder und Lehrkräfte, (W)LAN-Ausstattung in den Klassenzimmern und ausreichende Bandbreite der Internetanbindung, gemeint sein kann, sondern wesentlich umfassender gedacht werden muss: Auch laufende Kosten für Hardware-Ersatz bzw. -Ausbau und Software-Lizenzen müssen gedeckt werden. Zudem braucht es Stellen für IT-Fachkräfte als Administratoren im Schuleinsatz: Im Moment müssen ausgewählte Lehrkräfte diese Arbeit zusätzlich zu ihrem Unterricht leisten – man stelle sich eine solche Aufgabenzuteilung in einem Unternehmen von der Größe einer Schule vor.

Und natürlich sind auch entsprechende Weiterbildungsangebote für die Lehrkräfte notwendig. Digitalisierung bzw. digitale Medien sind Hilfsmittel beim Lehren, Lernen und Arbeiten und sollten von allen Seiten als solche verstanden werden. Während die reine Bedienung wie bei allen Medien meist rasch gelernt ist, ist der nutzbringende Einsatz abhängig vom Anwendungszweck, und muss daher in der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft liegen. Denn auch das hat der digitale Distanzunterricht während der Pandemie gezeigt: Der Präsenzunterricht ist offenbar doch in vielen Fällen die beste Art des Unterrichtens.

Hoffen wir, dass die letzten Wochen des Schuljahres unseren Kindern wieder ein Stück Schulnormalität zurückgeben können; die meisten sehen nach den Pfingstferien das Schulinnere, ihre Klassenkameraden und ihre Lehrkräfte zum ersten Mal „in echt“ wieder. Gespannt sind wir, wie die Förderprogramme des Kultusministeriums mit den knappen Ressourcen Zeit und Personal in der Praxis umgesetzt werden können. Wünschen wir also, dass dieses Schuljahr ein gutes Ende nimmt!

Zum Abschluss wünsche ich allen Abiturientinnen und Abiturienten einen glücklichen ersten Schritt auf ihrem weiteren Lebensweg, allen Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern und Familien sowie dem ganzen Kollegium und der Schulleitung erholsame, fröhliche, erlebnisreiche, aber ansteckungsfreie Sommerferien!

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Anselm Horn

Vorsitzender des Elternbeirats

Beitrag für den Jahresbericht 2019/2020

Bubo Coronae Schliemanni – Weisheit im Zeichen von Schutz und Moderne (A.D. MMXX)

Ein historisches Schuljahr

Liebe Eltern,

Superlative wie „einmalig“, „überragend“ oder eben „historisch“ werden heutzutage in den Medien zwar gern inflationär gebraucht, für das Schuljahr 2019/2020 kann diese Bezeichnung aber mit Recht verwendet werden. Denn dieses Schuljahr erfuhr eine Zweiteilung in Charakter und Wesen wie kaum ein anderes der jüngeren Geschichte. Der Grund: Die Corona-Pandemie.

Der Beginn des Schuljahres erscheint in der Rückschau wie aus einer anderen Welt. Es gab zahlreiche schulinterne und außerschulische Veranstaltungen, an denen unsere Kinder teilnehmen konnten: Die Tutoren besuchten Kirchweih und Funpark, eine Halloween-Party ließ die Aula erzittern, bei städtischen Fußballturnieren schlugen sich unsere Mannschaften wacker, musikalische Darbietungen bereiteten genussreiche Future-Stage-Abende, unerschrockene Eisschwimmer vertraten die Schule bei den Iceswimming German Open und vieles mehr.

Ein Höhepunkt dieser ersten Schuljahreshälfte war sicher das Weihnachtskonzert in der Stadthalle, zu dem die gesamte Schulfamilie geladen war. Hier durfte ich den Ehrenpreis des Elternbeirats überreichen, den ein Mitglied der Schulfamilie erhält, das sich in herausragender Weise um die Schule verdient gemacht hat. Als Preisträgerin hatte sich der Elternbeirat für Frau Anne Dombek entschieden, die in unserer Schulmensa einen echten Dienst am Nächsten leistet. Der undotierte Preis umfasst neben einer Urkunde auch eine vom Inhaber der Firma Tabrizi-Kunststofftechnik gestiftete und gestaltete Skulptur aus Sandstein und Plexiglas, immer ein echtes Unikat.

In der letzten Woche vor Weihnachten gab es dann erfreuliche Post aus dem Rathaus: Stadtspitze und Fürther Christkind verteilten an kurzentschlossene Empfänger aus den Reihen von Elternbeiräten und Fördervereinen von Schulen und Kindertagesstätten ein Geschenk aus den Überschüssen des Solarbergs. Hier durfte sich unser Gymnasium über eine Zuwendung von EUR 1.000 freuen –herzlichen Dank noch einmal auf diesem Weg!

Bedanken möchte ich mich auch im Namen des gesamten Elternbeirats für Ihre Spenden, liebe Eltern, zur Zeit um Weihnachten: Nur durch diese Spenden ist es möglich, das umfangreiche und vielfältige Fahrtenprogramm der Schule zu stemmen. Zahlreiche andere größere und kleinere Unterstützungsleistungen außerhalb der Norm tragen dazu bei, das Leben an unserer Schule zu bereichern. Dass das Spendenaufkommen nun seit einigen Jahren leider rückläufig ist, gibt Anlass zur Sorge. Deshalb an dieser Stelle mein Appell an Sie: Bitte vergessen Sie unsere Schule nicht, alle Kinder des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums profitieren davon.

Die letzte größere Veranstaltung des Schuljahres fand am 4. März 2020 statt, als der Elternbeirat zu einem allgemeinen Informationsabend zu dem geplanten Schulneubau eingeladen hatte. Herr Bürgermeister Braun als Vertreter der Stadt, die Frau Lippert als Fürther Baureferentin, Frau Riebeling als organisierende Architektin und Frau Dr. Heilmaier als unsere Schulpflegerin im Stadtrat waren unserer Einladung gefolgt, um den Anwesenden einen Überblick über die aktuelle Planungssituation zu geben. Eine Detailplanung des Neubauvorhabens ist für Mitte des Jahres 2020 vorgesehen.

Dann kam die Corona-Zäsur.

Ein kurzer Rückblick auf die dramatischen Ereignisse dieser Zeit mit dem Fokus auf unsere Schule sei hier gestattet: Am 1. März erreichten uns Eltern die ersten Informationen und Regelungen der Schule zu Ferienrückkehrern aus Risikogebieten. Bereits an der Besuchszahl bei dem Neubauinformationsabend (4. März) war abzulesen, dass sich das öffentliche Leben zu ändern begann. Am 10. März dann ein Paukenschlag: Die Schulleitung sagte aus verantwortungsvoller Sorge um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler alle Fahrten ab! Kurz darauf, am Freitag, den 13. März, erfuhren dann Eltern, Kinder und Kollegium, dass ab Montag, den 16. März alle Schulen geschlossen seien. Wenig später informierte die Schulleitung über eine eingerichtete Notbetreuung für die 5. und 6. Jahrgangsstufe. Am ersten Tag der Schulschließung ging das Schülerportal online, und wir Eltern wurden über die eingerichteten Kommunikationskanäle informiert. Am Ende der Osterferien, am Sonntag, den 16. April, wurde die Schulfamilie über eine Verlängerung des Schulstarts in Kenntnis gesetzt, ein offizielles Schreiben des Kultusministeriums lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Ein solches teilte dann sechs Tage später einen Fahrplan für einen Neustart des Unterrichts mit. Unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln konnten am 27. April die Abiturienten der Q12 den Anfang machen, am 11. Mai folgte die Q11, und ab dem 18. Mai kamen die 5. und 6. Klassen im wöchentlichen Wechsel zur Schule. Nach den Pfingstferien ist dann die Beschulung aller Klassen „rollierend“ geplant, die neue Normalität. Trotzdem bleiben alle Veranstaltungen bis zum Schuljahresende abgesagt, keine Abiturfeier, kein Schliemann-Tag, kein musikalischer Jahresabschluss.

Wie gestalteten sich die vergangenen Wochen des „Lernens Zuhause“? Da weiß sicher jede/r von uns eigene Geschichten zu erzählen! Denn natürlich lief nicht alles glatt bei der Einführung des Schülerportals, bei der Benutzung von mebis, bei der Verteilung der Hausaufgaben, bei der Lehrer-Eltern-Schüler-Kommunikation. Auf der anderen Seite muss man aber sehen, wieviel in wie kurzer Zeit erreicht wurde, eine Umstellung des Unterrichts von Präsenz in Virtualität in Rekordzeit. Viele aus dem Kollegium haben sich hier enorm engagiert, haben ihre pädagogische Verantwortung in der schwierigen Zeit angenommen und haben mutig „Neuland“ betreten. Denn anders als man vielleicht meinen möchte, gab es zu den nötigen Themen keine echten Hilfestellungen oder Empfehlungen seitens des Kultusministeriums oder der Stadt; hier unterscheidet sich Fürth leider von unseren Nachbarstädten Nürnberg und Erlangen. Daher möchte ich dem Kollegium für seinen Einsatz und sein Engagement in der letzten Zeit ausdrücklich danken!   

Wie geht es nun weiter auf dem Weg der Digitalisierung? Wenn uns Hygiene- und Abstandsregeln sowie das „Lernen Zuhause“ noch länger erhalten bleiben, braucht es Klarheit und Einheitlichkeit der Kommunikationswege, der Stoffvermittlung und der Lernstandskontrolle. Initiativen zur Bereitstellung digitaler Endgeräte können da nur ein Baustein sein, es braucht ein Gesamtkonzept. Das bisher Erreichte ist ein großer Schritt in diese Richtung, und der Austausch mit anderen Schulen kann da hilfreich sein, auch für den Elternbeirat. Über die Landeselternvereinigung Gymnasium (LEV) besteht die Möglichkeit zum bayernweiten Austausch. Hier in Fürth habe ich jetzt eine erste Initiative zur Vernetzung der Elternbeiräte der drei Gymnasien angestoßen. Das konkrete Ziel dabei ist eine stärkere finanzielle Beteiligung der Stadt als Sachaufwandsträger an den laufenden Kosten der Digitalisierung.

Liebe Eltern, ein besonderes, ein historisches Schuljahr geht zu Ende, und die Sommerferien stehen vor der Tür. Auch wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiß, wie sich das Pandemie-Geschehen dann entwickelt haben wird, so wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern trotzdem fröhliche Ferien voll schöner Erlebnisse, unseren Abiturientinnen und Abiturienten einen mutigen Sprung in ihre neue Freiheit und dem Kollegium und der Schulleitung erholsame Wochen!

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Anselm Horn

Vorsitzender des Elternbeirats

Beitrag für den Jahresbericht 2018/2019

Halbzeit im Elternbeirat

Das Schuljahr neigt sich seinem Ende entgegen, es ist sozusagen Halbzeit in der Amtszeit des Elternbeirats. Sie erinnern sich vielleicht, liebe Eltern: am 25. September 2018 wurde im Rahmen eines Elternabends zu „Fortnite“ die Wahl abgehalten. Dabei kamen sieben der insgesamt zwölf Mitglieder frisch dazu, also eine deutliche Veränderung im Gremium. Und auch der Vorsitz wechselte: vom scheidenden Vorsitzenden Klaus Lutz durfte ich den Stab übernehmen, um zusammen mit meiner Stellvertreterin Monika Backschadt dem Elternbeirat ein Gesicht zu geben. Am Ende des Schuljahres möchte ich nun eine kurze Rückschau halten.

Der Elternbeirat sieht seine Aufgabe an unserer Schule vor allem als Ansprechpartner und Vermittler. Den Kontakt zur Schule hält er dabei durch seine regulären Sitzungen, durch Treffen einzelner Gruppen aus Elternbeirat und Kollegium zu bestimmten Themen und im offiziellen Rahmen des Schulforums, in dem Joachim Koch und Dr. Florian Grummt mitarbeiten.

Wichtigste Aufgabe des Elternbeirats ist es, Sprachrohr der Elternschaft zu sein, und dazu hilft der direkte Kontakt zu den erst kürzlich eingerichteten Klassenelternsprechern. Dieses Jahr gab es erneut ein Treffen mit den Elternsprechern, und aus allen Klassenstufen waren Vertreter dabei. Da der Informationsbedarf unter den Unterstufeneltern erwartungsgemäß am größten ist, haben sich aus dem Elternbeirat mit Dr. Nadja Gerlitz, Udo Götz und Dr. Gerald Hertel gleich drei Ansprechpartner speziell für die Anliegen aus der Unterstufe gemeldet. Abseits von schulischen Großveranstaltungen ist der Elternbeirat nun auch bei den beiden halbjährlichen Elternsprechtagen präsent: in der Aula bot ein Erfrischungsstand mit Getränken, Kaffee und Fingerfood allen Erschöpften die Möglichkeit zu einer kurzen Erholung vom hektischen Sieben-Minuten-Takt und zu einem ungezwungenen Gespräch mit den Elternbeiratsmitgliedern. Maßgeblich verantwortlich für die Organisation dieses Versorgungsangebots sind meine Stellvertreterin und Renate Kopes. Ähnliche Angebote bei den Future-Stage-Abenden und anderen, auch öffentlichen Veranstaltungen an der Schule wollen allen Besuchern ein herzliches Willkommen bei uns bieten. Darüberhinaus hat sich unsere Schriftführerin Änne Martinez-Moya zur tatkräftigen Unterstützung bei der Organisation des musikalischen Schuljahresabschlusses Best-of-Future-Stage im Stadttheater gemeldet.

Schließlich blickt der Elternbeirat auch auf das Geschehen außerhalb der Schulmauern. Dr. Detlef Freitag ist dabei der Beauftragte für die Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV), des größten bayerischen Interessenverbands dieser Art. Dass ihr Wort Gewicht hat, zeigt sich z.B. an den regelmäßigen Besuchen des jeweils amtierenden Kultusministers bei der jährlichen LEV-Mitgliederversammlung. Die Mitgliedschaft in der LEV ermöglicht unserer Schule also einen informativen, aber auch gestalterischen Blick jenseits des Tellerrandes.

Ende letzten Schuljahres hatte sich das HSG um die Teilnahme in dem Projekt „Coaching Schulverpflegung“ beworben und auch den Zuschlag erhalten. Ein Ziel dabei ist, die Schulmensa als einen Ort zu gestalten, in dem Kinder der Unterstufe gern zu Mittag essen, und Schüler der höheren Klassen einen Besuch dort nicht absolut uncool finden, trotz des reichen Alternativangebots in der Umgebung. Vom Elternbeirat hatte sich u.a. Andrea Hoffmann-Kuhnt in das neu gegründete Essensgremium gemeldet.

Liebe Eltern, an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei Ihnen für Ihre großzügige Spende bedanken! Bis Anfang des Jahres kamen über EUR 10.000 zusammen! Nur dadurch kann u.a. das umfangreiche Fahrtenprogramm der Schule unterstützt und aufrecht erhalten werden, was ja ein besonderes Merkmal unseres Gymnasiums darstellt. Zusätzliche Einzelspenden ermöglichten dann z.B. noch die Anschaffung eines Stage-Pianos für die Fachschaft Musik. Danke hier auch an die neue Kassenwartin Barbara Raithel für ihr wachsames Auge auf die Ein- und Ausgaben!

Ein erster persönlicher Höhepunkt für mich als neuen Vorsitzenden des Elternbeirats war die Verleihung der Schliemann-Eule im Rahmen des Weihnachtskonzerts an die Gruppe der Tutoren für ihr großes und vielfältiges Engagement um die Fünft- und Sechstklässler. Die Skulptur dieses Ehrenpreises des Elternbeirats wurde wieder von der Firma Tabrizi-Kunststofftechnik gestiftet und von Herrn Tabrizi selbst aus den Werkstoffen Plexiglas und Buntsandstein als Unikat gestaltet und gefertigt – herzlichen Dank dafür. Sollten Sie, liebe Eltern, jemand kennen, der sich in herausragender Weise um unsere Schule verdient gemacht hat – jedes Mitglied aus der Schulfamilie kann gern Vorschläge für mögliche Preisträger einreichen!

Welches sind nun die drängendsten Herausforderungen, denen sich unsere Schule in nächster Zeit gegenübersieht? Zum einen ist da der Übergang vom G8 auf das G9 mit allen seinen Facetten und Fallstricken, z.B. die praktische Implementierung der sogenannten „Überholspur“, d.h. dem Überspringen der 11. Klasse. Weiter steht das große Thema der Digitalisierung im Raum, für das gerade ein schulweites Konzept erarbeitet wird. Außerdem gilt es, die Alleinstellungsmerkmale unseres Gymnasiums in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, um eine Vierzügigkeit in der Unterstufe gewährleisten zu können. Und schließlich steht noch die politische Entscheidung zur Modernisierung der Schule an, ob also ein Schulneubau auf dem Areal der Wolfsgrubermühle entsteht, oder ob die Bestandsgebäude saniert und um die jetzige Feuerwache erweitert werden – jeweils vor dem Hintergrund der vielfältigen Anforderungen an die moderne Pädagogik. Alle Herausforderungen bieten jedoch auch Chancen zur Gestaltung, und der Elternbeirat möchte hier weiterhin zum Wohl unserer Kinder mitwirken.

Schule ist heute nicht mehr nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens: viele Schülerinnen und Schüler verbringen dort an manchen Tagen mehr Zeit als zuhause. Ihr Umfeld sollte damit so beschaffen sein, dass es sie bei ihrer Tätigkeit unterstützt und befördert. Mein Wunsch ist, dass unser Heinrich-Schliemann-Gymnasium gleichermaßen ein Hort der Weisheit wie auch ein Ort der Verbundenheit ist, an dem alle Mitglieder der Schulfamilie am gemeinsamen Miteinander arbeiten und dafür eintreten. Dafür bitte ich alle ausdrücklich um ihre Mithilfe!

Zum Abschluss des Schuljahres wünsche ich den scheidenden Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute für ihre Zukunft: Bewahrt Euch Eure Neugier und Lebenslust, und gestaltet die Welt – aber vergesst auch Eure Wurzeln nicht! Allen anderen, Eltern, Schülerschaft und Kollegium, wünsche ich fröhliche, erholsame und erlebnisreiche Sommerferien!

 

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Anselm Horn

Vorsitzender des Elternbeirats

 

Lass die Moleküle rasen!
Was sie auch zusammenknobeln,
lass das Grübeln, lass das Hobeln,
heilig halte die Ekstasen!             <Ch. Morgenstern>

 

 

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