2014 Legio III Italica 5c Als die kleinen Römer auszogen, Regensburg zu erobern

Sicher stellte die Gründung der Castra Regina eine große Herausforderung dar – damals im Jahr 179 n. Chr.Heute ist es wohl eine beinahe genau so große Herausforderung, eine Klasse von 24 aufgeweckten Kindern unter Kontrolle zu bringen, die ein komplettes Zugabteil für sich in Beschlag genommen hat.
Ja, auf der Zugfahrt konnten wir, die Leiter, uns schon ein gutes Bild davon machen, was die kommende Woche bringen würde: 24 Miniatur-Römer mit einer scheinbar unerschöpflichen Energie. Allerdings waren wir schon auf so einiges gefasst, als wir tapferen Q11er uns im Rahmen des Projekt-Seminars dazu entschieden, ein Schullandheim mit römischem Motto für eine fünfte Klasse vorzubereiten. 15 Schüler und Schülerinnen waren wir. Und keiner davon zu viel!
Als wir an der „Jugendherberge Regensburg“ angekommen waren, bezogen die Kleinen ihre ‚Lager‘ und gönnten sich ein wenig Freizeit.  
Auf dem großzügigen Gelände der Herberge veranstalteten wir dann verschiedene Geländespiele. In wahllos bunt gewürfelten Gruppen konnten sie zum Beispiel das Bogenschießen trainieren (natürlich nicht mit spitzen Pfeilen) oder ihre Leiter bei einem Spiel mit Schuhcreme beschmieren. Hierbei verdienten sich die Kleinen Münzen, die sie noch brauchen würden!   
Nach dem Essen fanden wir uns alle zusammen, um uns noch besser kennenzulernen, mit Spielen, die sich mit räuberischen Piraten befassten und die logisches Denken erforderten. Alles kein Problem für die 5c!    
Nach diesem aufregenden ersten Tag hieß es für die Kleinen um zehn Uhr Bettruhe. Auch tapfere Soldaten brauchen ihren Schlaf! Es war also ein gelungener Start in die Woche. Und das musste er auch sein, denn wir hatten ein sattes Programm geplant…
Ein richtiger Soldat steht diszipliniert und früh auf. Unsere kleinen Soldaten ließen sich gerne bitten. Das änderte sich allerdings, als ihre Legionsleiter sie mit lauter, nervender Musik aus den Betten jagten. Natürlich darf bei einer unterrichtsfreien Woche die Bildung nicht zu kurz kommen. Also war eine Lehrstunde über die natürlichen Feinde der Römer angesagt: die Germanen. Um unsere Truppe auf Trab zu halten, reichten trockene Lehrstunden allerdings nicht aus. Kostüme mussten her. In voller Montur traten acht Leiter an, um ihr Wissen über die Germanen weiterzugeben. Gegen Bezahlung! Gut dran war also, wer sich beim Geländespiel am Vortag gut angestellt hatte. Nach diesem alternativen Unterricht wurden Verbündete gewählt. Diese sollten den Kleinen später noch hilfreich gewesen sein!    
Die Kreativität sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen, also konnten sich die Kinder beim Mosaikbasteln, Siegeskranzzusammenstecken, Schmuckgestalten und Sandalenherstellen austoben!    
Am Abend folgte dann das große Finale des Tages! Die Fackelwanderung, die mit dem überraschenden Überfall der Germanen endete. Es galt, den Stolz der Legion und eine Standarte zu verteidigen. Die buntbemalten Germanen erwiesen sich als zähe Gegner, doch gelang es den Römern doch, den Aufstand niederzuschlagen. Zur Bestrafung wurde ihr Anführer in die eisige Donau geschleppt…   
Den anstrengenden Tag ließen wir bei einem entspannten Lagerfeuer mit Geschichten und Liedern ausklingen.    
Ganz nah am römischen Leben fühlten wir uns wohl alle bei der Fahrt auf der Galeere. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten beim Paddeln arbeiteten wir aber so gut zusammen, wie ansonsten auch schon!   
Das Standardprogramm eines jeden Schullandheims ist wohl die gute, alte Stadtrallye. Doch so normal wollten wir es nicht halten und lieferten den Kleinen eine dramatische Liebesgeschichte, die teilweise sogar von sehr authentischen Schauspielern aufgeführt wurde. Wer die Fragebögen trotz der spannenden Story sorgfältig ausfüllen konnte, wurde am Ende des Aufenthalts mit Preisen belohnt.    
Da es leider schon der letzte Tag war, ging es an die Vorbereitung des Bunten Abends, der uns zeigte, was wahre Schauspielkunst ist! Von einem waschechten Götterstammtisch bis hin zur Eroberung von Troja war alles geboten.  
In Nostalgie schwelgend blickten wir bei der Diashow auf die vergangene Woche zurück und wünschten uns insgeheim, sie wäre etwas länger gewesen! Wir hatten es mit lebhaften und stets motivierten Kindern zu tun, die sich auch anständig benommen haben und Freude an der Sache zeigten.

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